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60 Dtsch. Z. Ges. Gerichtl. Med. 1 (1967)

handle is hein.journals/injlegame60 and id is 1 raw text is: Deutsche Zeitschrift fur gerichtliche Medizin 60, 1-5 (1967)

Zur Standardisierung der Dunnschichtchromatographie
I. ,,Tube-Chromatographie*
P. POGACAR und H. KLEIN
Institut fur gerichtliche Medizin der Universitat Heidelberg
(Direktor: Prof. Dr. B. MUELLER) (Verkehrsmedizin: Prof. Dr. H. KLEIN)
Eingegangen am 26. September 1966
Die Dunnschichtchromatographie (DC) hat sich in der Toxikologie
- nicht nur zur Erfassung verschiedener Pharmaka und ihrer Metabo-
liten im Urin - in einer kaum zu erwartenden Weise bewahrt und ist in
der praktischen Arbeit nahezu unentbehrlich. Fur eine schnelle routine-
maBige Anwendung bestehen jedoch drei Schwierigkeiten: 1. Die Aktivi-
tat der Schicht ist wegen ihrer leichten Veranderlichkeit jeweils verschie-
den und schwer vorausbestimmbar; 2. die Herstellung und Aufbewah-
rung standardisierter Platten ist kaum m6glich; 3. die Rf-Werte sind
unter den bisherigen Bedingungen schlecht reproduzierbar. Diese Schwie-
rigkeiten, auch die Versuche einer exakteren Standardisierung (BRoK-
MANN und SCHODDER, 1941; HERNANDEZ u. AXELROD, 1961; STAHL u.
SCHORN, 1961; BRENNER, NIEDERWIESER, PATAKI u. WEBER, 1962) sind
bekannt. Eine bisher nicht geniigend beachtete M6glichkeit (LIE und
NYC, 1962) schien gegeben zu sein durch Benutzung von Diinnschichten
in geschlossenen R6hren. Unter der Voraussetzung, zwischen Wasser-
gehalt der Schicht und Aktivierungstemperatur bestehe ein bestimm-
barer Zusammenhang, hatte eine derartige Methode folgende Vorteile:
a) Die Abhangigkeit der Schichtaktivitat vom Wassergehalt kann quan-
titativ bestimmt werden, b) durch Teilaktivierung der verschlossenen
R6hren bei verschiedenen Temperaturen ist die Schicht auf den jeweils
gflnstigsten Aktivierungsgrad einstellbar, c) die R6hre selbst kann als
Entwicklungskammer benutzt werden, d) durch die kreisrunde Form der
Laufmittelfront ist einerseits eine konstante Kammersattigung gegeben,
andererseits entstehen keine Randphanomene. Da bei gleichbleibender
Beschichtung der Aktivitatsgrad ausschlieBlich vom Wassergehalt der
Schicht abhangt, kann die Aktivitat durch die Temperatur, die durch
Trocknung zur Gewichtskonstanz fnlhrt, gekennzeichnet werden.
Die unter a-d angefilhrten Einzelbedingungen wurden experimentell
gepriift.
* Herrn Prof. Dr. B. MUELLER zur Vollendung des 68. Lebensjahres.
la  Dtsch. Z. ges. gerichtl. Med., Bd. 60